MRB "Seeadler"

Das MRB Boot Seeadler auf der Weser
Technische Daten:
Hersteller:RTK Marine Werft Dorset, England
Typ:Rescuecraft 606
Indienststellung1992
Länge:6,80 m
Breite:2,40m
Tiefgang:0,6m
Gewicht:1,5 to ( mit Ausrüstung)
max. Personenzahl12 Personen
Besatzung:i.d.R. ein Bootsführer, zwei Rettungsschwimmer
DLRG Funkrufname:Adler Bremen 9/41
Seefunkrufname:DH 7467
Motorisierung:Außenbordmotor "Suzuki", 4-Zylinder Viertakt, 140 PS
Geschwindigkeit:32 Knoten (ca. 65km/h)
Ausrüstung:Erste - Hilfe - Koffer mit Sauerstoff, Beatmungsbeutel, Krankentrage, Bergetuch, Werkzeugkoffer, tragbare elektrische Lenzpumpe, Echolot, Y - Schleppleine, Seenotsignale, UKW - Bertiebsfunk, Seefunk, BOS - Funkgerät, PU - Fenderleiste, Stechpaddel, Suchdraggen, Beleuchtung für See- und Binnenschifffahrtstraße
Standort:Beim Technischen Betrieb des Bezirkes Bremen - Stadt stationiert. Es deckt mit seinen Streifenfahrten den Bereich der Unterweser in Bremen (von der Weserschleuse Hemelingen bis zur Lesummündug bei Vegesack) sowie der Lesum ab.

01.08.2014 Freitag  Erfolgreiche Kooperation zwischen Feuerwehr und DLRG Bremen

Auch zuk?nftig leisten Feuerwehrbeamte mit DLRG-Boot schnelle Hilfe

Ihren Abschluss fand in der vergangenen Woche eine gemeinsame Ausbildungsinitiative der Feuerwehr Bremen und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bremen. Ziel dieses Vorhabens war es, sechs ausgewählten Feuerwehrbeamten die Möglichkeit zu eröffnen, in Fällen von Personenrettung oder bei technischen Hilfeleistungen auf der Weser im stadtbremischen Gebiet das DLRG-Rettungsboot "Seeadler" nutzen zu dürfen. Eine der hierfür erforderlichen Voraussetzungen war eine, von der DLRG durchgeführte, rund achtstündige praktische Einweisung auf diesem Boot.
Der "Seeadler", ein voll ausgestattetes und mit 140 PS ausreichend motorisiertes Rettungsboot, liegt während der Badesaison grundsätzlich am Anleger der DLRG am Hohentorshafen. Die ehrenamtlichen Wasserretter besetzen das Boot vornehmlich an Wochenenden oder anlässlich von Veranstaltungsabsicherungen. Vor nunmehr rund zehn Jahren entstand aus der traditionell guten Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Bremen und der DLRG heraus die Idee, das Boot praktisch ständig für Notfälle auf der Weser in Bereitschaft zu halten. Eine solche "Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft" ist durch die in Bremen rein ehrenamtlich arbeitende DLRG nicht darzustellen. Da das Boot aber ständig zur Menschenrettung zur Verfügung stehen sollte, wurde das Gespräch mit der Feuerwehr gesucht: Speziell ausgebildete und mit entsprechender Fahrerlaubnis ausgestattete Beamte der Feuerwache 4 in Woltmershausen besetzten bei Bedarf das DLRG-Boot. Das Boot wurde über die Jahre mehrfach auf diese Weise eingesetzt und konnte bereits einige Mal wertvolle Hilfe leisten.
Um aktuellen personellen, rechtlichen und strukturellen Veränderungen Rechnung zu tragen, wurde seitens der Feuerwehr und der DLRG ein Ausbildungskonzept entwickelt. Dieses Konzept, das ganz bewusst einen Schwerpunkt auch auf die praktische Bootsausbildung setzt, wurde in den vergangenen Wochen umgesetzt.

Ausbildungsinhalte sind hier, neben gesetzlichen Vorschriften, Bootskunde und Einsatzlehre, unter anderem auch speziell für die Menschenrettung zu trainierende Fahrmanöver.
So weist die Weser in weiten Bereichen der Ufer Steinschüttungen auf, die sich bei Anfahren und Übergeben von Personen als schwierig herausstellen. Weiterhin ist in gewissen Bereichen, z.B. im Bereich der Schlachte, an Liegeplätzen oder in Häfen umsichtiges Manövrieren auf engstem Raum erforderlich. Auch schnelle An- und Ablegemanöver mit und gegen den Strom wurden hier unter Anleitung des erfahrenen Technischen Leiters der DLRG, Heiner Henke, trainiert.
Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass alle sechs Feuerwehrmänner die praktische Ausbildung bei der DLRG souverän durchlaufen haben und nun die Berechtigung besitzen, das Boot "Seeadler" in Notfällen schnell und sicher besetzen zu können. Ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit der Menschen in der "Stadt am Fluss" und ein weiteres gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation.

Kategorie(n)
Wasserrettungsdienst, Technischer Betrieb, MRB Seeadler, Unterweser, 2013-2015

Von: Oliver Paust

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Kooperation bei Einsätzen auf der Weser

Die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Feuerwehr Bremen wird seit dem 25. Mai 2004 intensiviert.
Fast punktgenau zum Beginn der Wassersport- und Badesaison kann die Feuerwehr nun auf ein schnelles und komplett ausgerüstetes Rettungsboot der DLRG zurückgreifen:
Das am DLRG-Standort 'Hohentorshafen' in der Weser liegende Motorrettungsboot "Seeadler" steht ab diesem Datum bei Gefahrenlagen auf dem Fluss den Berufsrettern bei Bedarf zur Verfügung. Durch eine entsprechende Analyse beider Organisationen wurde festgestellt, dass der Ablauf von Einsätzen im stadtbremischen Bereich der Weser optimierbar ist. Die DLRG im Bezirk Bremen-Stadt verfügt über ein gut motorisiertes und für die Rettung aus Wassergefahren speziell ausgerüstetes Boot, das Unterweser-Streifenboot "Seeadler".
Es liegt die gesamte Saison einsatzbereit am Anleger der DLRG, kann aber von der DLRG in Bremen wegen der ausschließlich ehrenamtlichen Struktur nur in engen zeitlichen Grenzen eingesetzt werden.
Die Feuerwehr hingegen ist tagtäglich rund um die Uhr einsatzbereit und könnte dieses Rettungsboot bei geeigneten Einsätzen sinnvoll modular in die Rettungsstruktur mit einbinden.
Was liegt da näher, als die personellen Kapazitäten der Feuerwehr mit einer materiellen Komponente der DLRG zu verknüpfen und zu vereinbaren, dass die Feuer-wehr im Bedarfsfall auf das DLRG-Rettungsboot zurückgreifen kann?
Seeadler mit Feuerwehrbesatzung Praktisch soll diese Kooperation zukünftig folgendermaßen aussehen:
In der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle geht ein Notruf mit Bezug auf den genannten Bereich der Weser ein.
Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle entscheidet sich dazu, das DLRG-Boot mit einzusetzen.
Kräfte der nahe gelegenen Feuerwache 4 fahren zum Anleger der DLRG und besetzen den dort liegenden "Seeadler". Mit dem 140 PS starken und wendigen Boot kann die Einsatzstelle nun mit drei Mann Besatzung kurzfristig erreicht werden.Auch eine Übernahme von Tauchern oder medizinischem Personal kann flexibel an fast jeder Stelle im Flusslauf realisiert werden. Aufgrund einer entsprechenden Zusatzkonstruktion am Bootsrumpf kann das Boot behelfsweise an die Böschungen heranfahren. Auch für eine technische Hilfeleistung auf dem Wasser ist das DLRG-Boot geeignet, so dass damit z.B. auch Ölsperren gelegt werden könnten.
Im Vorfeld dieser Kooperation wurden insgesamt 13 Berufsfeuerwehrangehörige durch Mitarbeiter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft an dem Boot gründlich ausgebildet. Die eintägige Ausbildung umfasste neben einer Einweisung in das Boot und seine Ausrüstung auch Motorenkunde sowie einen hohen Anteil an praktischen Fahrmanövern, um im Einsatzfall sicher und effizient helfen zu können, so dass die Wasserretter ohne Sorge auf den Einsatz des bei Indienststellung im Jahre 1992 rund 45.000 Euro teuren Bootes schauen.
Der Technische Leiter Rettungstechnik der DLRG, Heiner Henke, verantwortlich für die Ausbildung der Feuerwehrbeamten: "Die beteiligten Beamten bewiesen ein großes Verantwortungs- bewusstsein und kamen nach einigem Üben gut mit dem Handling des Bootes zurecht!"
Sollte sich das Boot auf einer DLRG-Streifenfahrt auf der Weser befinden, vorwiegend an den Wochenenden, so kann die Leitstelle der Feuerwehr das Rettungsboot mittels der jetzt nachgerüsteten BOS-Funkanlage direkt ansprechen und zum jeweiligen Einsatzort beordern. Bislang war eine solche Alarmierung lediglich umständlich über Seefunk oder per Telefon möglich, was aufgrund der langen Meldewege jedoch kaum praktiziert wurde.
Diese neue Form der Zusammenarbeit wurde am 25. Mai um 14 Uhr durch eine symbolische Schlüsselübergabe an die Feuerwehr auf dem Gelände der DLRG, Auf dem Dreieck 8 in Woltmershausen, begonnen.
Hierzu waren u.a. der Leiter der Bremer Feuerwehr, Herr Karl-Heinz Knorr sowie der Bezirksleiter des DLRG-Bezirks Bremen-Stadt e.V., Herr Dr. Ulrich Hackmack anwesend.