Einsatzberichte

1998

 22.Mai 1998Suche nach vermißtem Segelboot
 09.August 1998Rettungsaktion am Mahndorfer See
 16.August 1998Suche im Stadtwaldsee
 28.Novenmber 1998Binnenschiff saß fest!

1999

 27. Februar 1999Katastrophenschutzübung in überfluteten Blocklandwiesen
 5. + 6. Juni 1999DLRG bei Yachthafen-Geburtstag
 19. Juni 1999Swim `n` Run Cup `99 - Part I
 19. Juni 1999Wie kommmt das Wasser die Weser hinunter ?
 19. Juni 1999DLRG bei Sommerfest der Waldorfschule
 19. Juni 1999Jugendfestival am Osterdeich
 24. Juli 1999"Pelikan" sichert Veranstaltung am Vahrer See
 31. Juli 1999Badeausflug endete glimpflich
 1. August 1999Rettung von zwei Personen am Mahndorfer See
 22. August 1999Gewoba - Triathlon
 25. August 1999Hilfeleistung nach Kenterung
 28. August 1999Hard Pop Days 1999
 18. + 19. September 1999DLRG Bremen beim Hafenfest 1999 im Einsatz
 19. September 1999DLRG sichert "Musik und Licht am Hollersee"

2000

 12. März 2000Zu starke Strömung - Weserschwimmen fiel aus
 29. April 2000Artist verunglückt am Stadtwaldsee
 5. - 7. Mai 2000DLRG sichert die Bremer Ruderregatta 2000
 7. Mai 2000Mann bricht nach Alkoholkonsum am Stadtwaldsee zusammen
 12. + 13. Mai 20002. Bremer Sicherheitstage - DLRG dabei
 17. Juni 2000Tag der offenen Tür beim Wassersportverein Hemelingen
 24. Juni 2000Sodenmattsee-Fest
 1. Juli 2000Sommerfest der Samskinder am Stadtwaldsee
 8. Juli 2000Tag der offenen Tür und Sommerfest bei der DLRG
 14. Juli 2000DLRG rettete ermüdeten Schwimmer aus dem Unisee
 20. August 2000Schwerer Badeunfall am Werdersee
 30. August - 3. September 2000Bezirk Bremen-Stadt bei der Sail2000 mit dabei
 10. September 2000Tag des Kinderkrankenhauses

Erfolgreiche Rettungsaktion am Mahndorfer See

Sonntag, 09. August 98. Im Rahmen ihrer Streifentätigkeit während des Wasserrettungsdienstes wird die Besatzung des Rettungsbootes der DLRG-Rettungsstation am Mahndorfer See von zwei Badegästen angesprochen. Die Personen teilen den Rettungsschwimmern mit, daß sie seit circa einer Viertelstunde ein Schlauchboot vermissen, in dem sich ein Pärchen, 16 und 26 Jahre alt, befand. Das Brisante an dieser Meldung: die sechzehnjährige Person ist Nichtschwimmer! Sofort wird die Rettungsstation per Funk über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt. Durch den diensthabenden Wachdienstleiter wird sofort die Notrufkette in Gang gesetzt: während ein Rettungsschwimmer die Feuerwehr und die Polizei informiert, leitet der Rest der Wachbesatzung sofort routiniert weitere Suchmaßnahmen wie Lautsprecherdurchsagen, eine akribischen Absuche der Wasseroberfläche mit dem Fernglas etc. ein. Das Rettungsboot begibt sich währenddessen mit den Zeugen zu der Position des Sees, an der das Schlauchboot zuletzt gesehen wurde und leitet die Suche vor Ort ein. Zwischenzeitlich erscheint ein weiterer Badegast aufgeregt an der DLRG-Rettungswache und teilt den ehrenamtlichen Rettern mit, daß am ‚neuen Strand' zwei Personen mit Kreislaufkollaps liegen sollen. Sofort werden zwei Rettungsschwimmer mit medizinischer Notfallausrüstung zum Unglücksort entsandt. Zwischenzeitlich treffen die Rettungskräfte der Feuerwehr und der DLRG-Taucheinsatzgruppe (TEG) "Pelikan-Stadt" am Mahndorfer See ein und beginnen mit der Suche nach dem vermißten Schlauchboot. Wenig später erhalten die Retter Gewißheit: beide Einsätze sind identisch! Nachdem das Schlauchboot auf dem See kenterte, gelang es der Besatzung, sich bis in die Nähe des rettenden Strandes vorzukämpfen. Hier wurde ein weiterer Badegast auf die dramatische Lage des Paares aufmerksam und brachte es an Land. Hier brachen die Personen dann zusammen. Beide Personen wurden durch den Notarzt behandelt und anschließend vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Neben dem vorbildlichen Einsatz des Mahndorfer Badegastes hat die Schlauchbootbesatzung den glimpflichen Ausgang ihres Ausfluges sicherlich auch dem schnellen und routinierten Einsatz der ehrenamtlichen Rettungsschwimmer der Rettungsstation am Mahndorfer See sowie deren Kameraden der TEG "Pelikan-Stadt" vom Achterdieksee zu verdanken. Zum glücklichen Ende dieses Einsatzes gesellte sich dennoch ein Wermutstropfen: während des Einsatzes versagte erneut eines der betagten Sprechfunkgeräte der Lebensretter und verkomplizierte die ohnehin hektische Lage unnötig. - Bei einem Anschaffungspreis von annähernd 2.000 Mark pro Handfunkgerät ist jedoch bei der ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanzierten DLRG mit einer Neubeschaffung nicht zu rechnen.
Einsatzkräfte: Florian 1/11/3 (ELW Feuerwehr) Florian 1/58/1 ( Gerätewagen Wasser Feuerwehr ) Pelikan 88/58/1 ( TEG DLRG )  Florian 2/46/1 mit Boot LZ 3  sowie ein NAW und ein RTW  DLRG-Rettungsstation Mahndorf mit Boot

Suche im Stadtwaldsee

Einen aufregenden Sonntagmorgen erlebten die ehrenamtlichen Lebensretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Stadtwaldsee (Unisee) am 16. August 98. Bei Säuberungsarbeiten am FKK-Strand des Bremer Badesees wurde gegen 08.15 Uhr durch Angehörige der Entsorgungsbetriebe Herrenbekleidung aufgefunden, die die Vermutung zuließ, daß sich der dazugehörige Eigentümer im Wasser aufhielt. Nachdem jedoch keine Person auf oder am Wasser ausgemacht werden konnte, wurde die Polizei benachrichtigt, die wiederum die Rettungskräfte alarmierte. Neben den entsandten Gerätewagen-Wasser mit Feuerwehrtauchern, dem RHS "Christoph 6", einem NAW sowie einem LF mit Boot, kam auch die am Achterdieksee stationierte Taucheinsatzgruppe (TEG) der DLRG "Pelikan-Stadt" zum Einsatz. Durch die Feuerwehr-Einsatzleitung alarmiert, trafen die Rettungstaucher nach knapp zehn Minuten am Stadtwaldsee ein und suchten gemeinsam mit der Feuerwehr nach dem Vermißten. Unterstützt wurden die Suchkräfte durch das Motorrettungsboot "Primus" der DLRG-Rettungsstation Stadtwaldsee. Die Suche wurde im Laufe des Morgens ergebnislos abgebrochen. Nach derzeitigem Stand scheint es wahrscheinlich, daß ein angetrunkener, ausländischer Badegast seine Kleidung aufgrund mangelnder Ortskenntnis nicht wiederfand und daraufhin von anderen Anwesenden mit "Ersatzbekleidung" ausgestattet wurde. Die Besatzung der DLRG-Rettungsstation "Stadtwaldsee" jedenfalls hofft, daß sich diese Vermißtensache zum Guten aufklären wird.

Suche nach vermißtem Segelboot

Einen glücklicherweise glimpflich verlaufenden Einsatz konnte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bremen an diesem Pfingstwochenende vermelden: Beim Auslaufen des DLRG - Streifenbootes "Triton" aus dem Hemelinger Sportboothafen, wurde dessen Besatzung am vergangenen Samstag von einem aufgeregten Betreuer einer Pfingstfreizeit angesprochen. Der Mann 'vermißte' seit geraumer Zeit eine Segeljolle und befürchtete, daß deren Besatzung aufgrund der starken Strömung bei nur schwachem Wind nicht mehr in der Lage sein könnte, gegen die Strömung anzusegeln und somit zwangsläufig auf das Weserwehr zutreiben würde. Nachdem das Motorrettungsboot den rund einen Kilometer stromabwärts absuchte, und auch die Rücksprache mit dem Schleusenwärter der Hemelinger Schleuse keine neuen Erkenntnisse erbrachte, entschlossen sich die Rettungsschwimmer, die Gegenrichtung abzusuchen. In etwa in Höhe des Dreyer Hafens wurde die Besatzung des "Triton" dann fündig: die Besatzung der Jolle hatte sich entgegen der Abmachung und ohne sich abzumelden in Richtung Bollen aufgemacht. Besatzung und Boot jedoch waren wohlauf. Das DLRG-Retter informierten die "Vermißten" über ihr Mißgeschick und überbrachten anschließend die gute Nachricht dem erleichterten Betreuer.

Binnenschiff saß fest!

Ende November wurde die Taucheinsatzgruppe (TEG) der Rettungsstation am Achterdieksee zum Kraftwerk Hastedt gerufen. Dort lag am Kohlenpier ein Binnenschiff, dessen Schraube sich nicht mehr bewegte. Der Schiffsführer vermutete, daß sich ein Stahlseil oder Ähnliches in der Welle verfangen hatte.
Nach Eintreffen der Taucher wurde ein Tauchgang zur Überprüfung der Lage durchgeführt. Schnell wurde festgestellt, daß sich ein ca. zehn Zentimeter dicker Festmacher um die Welle gewickelt hatte und so den Motor zum Stehen gebracht hatte.
Darüber hinaus war noch ein Teil des Taus in den Wellentunnel geraten. Nach eineinhalbstündiger anstrengender Unterwasserarbeit war die Welle wieder frei.
Insgesamt waren 60m (!) Tau entfernt worden. Das Schiff konnte anschließend seine Fahrt fortsetzen.

Alarmeinsatz Achterdieksee

An einem Sonnabend Mittag wurden die Kameraden der Rettungswache Achterdieksee alarmiert das im hinteren des Bereichs des Achterdieksee eine Person von der Luftmatratze gerutscht sei und nicht wieder aufgetaucht ist.
Die Kameraden fuhren sofort mit dem am Achterdieksee stationierten Taucheinsatzzug Pelikan-Stadt zur Unglücksstelle. Als sie dort eintrafen war die Person bereits von Badegästen geborgen worden.
Die Kameraden begannen sofort mit der Reanimation die dann an den eintreffenden Notarzt übergeben wurde. Nach ca. 40 min. Reanimation wurde die Person ins Krankenhaus gebracht.

Alarmeinsatz Werdersee

An einem Donnerstagabend wurden, obwohl keine Einsatzbereitschaft bestand, die Funkmelder der Taucher vom Achterdieksee ausgelöst.
Nach telefonischer Rücksprache mit der Leitstelle der Feuerwehr wurde vom Taucheinsatzleiter darum gebeten die Taucher von Bremen-Nord zu alarmieren. Ferner wurde ein an der Station verbliebenes Mitglied beauftragt den Taucheinsatzzug Pelikan-Stadt mit Alarm zum Werdersee zu bringen. Die anderen drei Taucher die sich gerade im Vereinsheim am Hohentorshafen befanden, besetzten ein Fahrzeug ohne Sonderrechte und fuhren mit einem Boot zur Einsatzstelle.
Nach eintreffen des Taucheinsatzleiters ergab sich folgende Lage. Drei Junge Männer hatten sich nach einem Trinkgelage dazu entschlossen auf die andere Seite des Werdersees und zurück zu schwimmen. Nach dem Sie wieder angekommen waren stellten sie fest das Ihr Freund fehlte. Die Freunde alarmierten die Feuerwehr.
Auf Grund der Größe des abzusuchenden Areals ( ca. 200m x 300m ), wurden die Taucher der DLRG alarmiert. Es wurden sofort Streckentaue ausgebracht und Systematisch mit der Suche begonnen. Die Person wurde nach einer halbstündigen Suche von Tauchern der DLRG Achterdieksee in ca. 1,80m Tiefen Wasser gefunden. Der Notarzt konnte bedauerlicher weise nur noch den Tod feststellen.

Katastrophenschutzübung in überfluteten Blocklandwiesen

Zur ersten Katastrophenschutzübung seit vielen Jahren fanden sich die Mitglieder des Bezirkes Bremen-Stadt der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zusammen.
Nach einer am Vortage überraschend erfolgten Voralarmierung, wurde durch die Einsatzkräfte zunächst die persönliche Einsatzbereitschaft hergestellt. Der zusammengetretene DLRG-Einsatzstab am Hohentorshafen begann mit der Feststellung der personellen Stärke und dem Zusammenstellen von Wasserrettungstrupps.
Am Samstagmorgen erfolgte, basierend auf der Lage großer Überflutungen der Wümmeniederungen und damit verbundener Deichabrutschungen, schließlich das Auslösen des „Katastrophenalarms“. Kurze Zeit später konnte durch die rund 40 Helfer auch die materielle Einsatzbereitschaft gemeldet werden. Somit standen der Einsatzleitung vier Wasserrettungstrupps sowie ein Tauchtrupp einsatzbereit zur Verfügung.
Nach dem Sammeln aller Trupps und der Logistikkräfte an der DLRG-Zentrale erfolgte die Ausgabe des Marschbefehls. Es galt, mit den fünf Gespannen geschlossen die Semkenfahrt im Blockland zu erreichen und dort, nach Kontaktaufnahme mit der Technischen Einsatzleitung der Feuerwehr, die mitgeführten Motorrettungsboote ohne technische Hilfsmittel ins Wasser zu bringen.
Kataübung im BlocklandNachdem alle Trupps diesen Auftrag erfüllt hatten, mußten nunmehr Personen entlang der Semkenfahrt und der angrenzenden Fleete aufgefunden, gerettet und versorgt werden. Aufgrund der geringen Wassertiefe konnten die Rettungsboote dabei jedoch nicht maschinell angetrieben, sondern nur schiebend vorwärts bewegt werden, was der Realität bei der Evakuierung überfluteter Wohngebiete sehr nahekommt. Nach mehreren zu überwindenden Kilometern bei eisigen Temperaturen wurden alle "Verletzten" und „eingeschlossenen Personen“ durch die Rettungsschwimmer entdeckt und medizinisch erstversorgt. Danach erfolgte der Weitertransport per Boot und die abschließende Übergabe an die Rettungskräfte der Verletztensammelstelle.
Die stadtbremische DLRG führte somit erstmals seit langer Zeit eine realitätsnahe Vollübung im Zugrahmen mit ihren ehrenamtlichen Rettungsschwimmern von den Wachstationen an den Bremer Badeseen durch. Dabei konnten wichtige Erkenntnisse für einen eventuellen Einsatz im Katastrophenschutz gewonnen werden. Insbesondere die zutage getretenen Unterschiede zu den Erfahrungen des „Jahrhundert-Hochwassers“ in Brandenburg werden die Bremer DLRG-Leitung dazu veranlassen, verstärkt an einem Konzept für den Einsatz bei Lagen wie letzten Winter im Umland Bremens zu arbeiten, um so in Zukunft im Verbund mit den anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen auch im Katastrophenfall kurzfristig die gewohnte Leistungsfähigkeit bieten zu können.

DLRG bei Yachthafen-Geburtstag

Anläßlich seines 25jährigen Bestehens veranstaltete die Yachthafengemeinschaft (YHG) Hasenbüren e.V. ein Wochenende der offenen Tür, zudem auch der DLRG-Bezirk Bremen-Stadt e.V. eingeladen wurde. Während sich das Interesse am ersten Tag der Veranstaltung aufgrund des ausgesprochen schlechten Wetters eher in Grenzen hielt, kamen die Besucher der Hafenanlagen am Sonntag dennoch voll auf ihre Kosten. Bei strahlendem Sonnenschein präsentierten sich die YHG, diverse gewerbliche Aussteller sowie die Hilfsorganisationen DGzRS, DRK und eben die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Angerückt mit einem Katastrophenschutzgespann, bestehend aus ausgerüstetem Einsatzfahrzeug und entsprechendem Motorrettungsboot und einer Vielzahl von Rettungsmitteln und Infobroschüren, konnten die ehrenamtlichen Lebensretter ein realistisches Bild ihrer vielschichtigen Aufgaben vermitteln. Außerdem konnte das vom Hohentorshafen entsandte Motorrettungsboot "Seeadler" im Hafen besichtigt werden. Daß Fachgespräche rund um das Thema Wassersport nicht ausblieben, versteht sich von selbst. Hin und wieder soll sogar etwas Seglerlatein zu hören gewesen sein...! Am zweiten Veranstaltungstage wurde auch das Angebot zu Rundfahrten mit dem Unterweserstreifenboot "Seeadler" reichlich genutzt; insbesondere Kinder fanden ihren Spaß an den schnellen Runden auf der Weser und der Besichtigung der Hasenbürener Hafenanlagen. Abschließend kann festgestellt werden, daß die Bremer DLRG ihr Verhältnis zu den Wassersportlern auf der Weser weiter gefestigt und ausgebaut hat und auch weiterhin ihre Einsatzbereitschaft in den Dienst der guten Sache stellen wird.

Swim `n` Run Cup `99 - Part I

Am 19. Juni fand der erste diesjährige Swim `n` Run Cup am Stadtwaldsee (Unisee) statt. Diese Veranstaltung aus der "Polysport"-Serie, bei der 1,5 Kilometer geschwommen und 10 Kilometer gelaufen werden mußte, erfreute sich mit rund 44 Teilnehmern und vielen Zuschauern einer stetig wachsenden Beliebtheit.
Neben der gewohnt professionellen Organisation des Teams um Knut Hansen fanden nun auch mehrere namhafte Sponsoren den Weg zu dem Extremsportwettbewerb, der bereits seit mehreren Jahren an Bremen beliebtesten Badesee ausgetragen wird.
Auch die DLRG-Rettungsstation beteiligte sich mit einem Novum an der Veranstaltung: Erstmals schickte sie mit Kerstin Frese und Michael "Alf" Söhngen eine eigene Staffel auf die Reise. Die Paarung konnte dann auch gleich mit einem ausgezeichneten dritten Platz in der Staffelwertung überzeugen.
Einmal mehr zeigte auch die Besatzung der DLRG-Station ihre Leistungsfähigkeit und sorgte mit zahlreichen technischen Hilfestellungen und der professionellen Sicherung des Schwimmwettbewerbes durch das Motorrettungsboot "Primus" für einen sicheren und gelungenen Verlauf des Wettkampfes.
Wer nähere Informationen über die weiterhin anstehenden Polysport-Wettkämpfe haben möchte, kann sich diese unter der Adresse www.polyathlon.com holen.

Wie kommt das Wasser die Weser hinunter ?

Wasserflasche

Im Rahmen des expo - Projektes BIO-N-trans wurden von der DLRG Ortsgruppe Celle ca.30 Liter gereinigtes Wasser aus der neuen biologischen Kläranlage in Celle abgefüllt, um es auf Wangerooge der Nordsee zu übergeben.
Am Sonnabend, den 19.6.1999 kam der Bezirk Bremen ins Spiel. Um 07.00h wurde das Motorrettungsboot «NO NAME» der OG Celle von unserem Streifenboot Mittelweser, dem MRB TRITON, in Empfang genommen und durch die Weserschleuse Hemelingen und das Stadtgebiet Bremen bis zum techn. Betrieb begleitet. Dort übernahm das MRB SEEADLER die Aufgabe, das Boot der OG Celle mit dem Wasser die Weser hinunter zum Bezirk Bremerhaven zu begleiten. Während eines Tankstopps bekamen wir die Information, daß eine Celler Tageszeitung am selben Tag verbreitete, das der Wassertransport zur Nordseeinsel Wangerooge mit einem Ruderboot durchgeführt wird.
Dennoch, die Motoren wurden nicht hochgeklappt und gegen 12:30h trafen beide Boote beim Anleger des Bezirkes Bremerhaven ein.




DLRG beim Sommerfest der Waldorfschule

Die Freie Waldorfschule in Bremen feierte am 19. Juni ihr diesjähriges Sommerfest, zu dessen Gelingen auch der DLRG-Bezirk Bremen-Stadt beitragen sollte.
So präsentierten sich die Lebensretter mit einem Einsatzfahrzeug und einem Motorrettungsboot zum Einsteigen und Anfassen sowie mit einigen anderen Accessoires aus der Rubrik "Rettungsmittel". Unter anderem wurde den Kids die legendäre "Baywatch-Boje" vorgeführt, ihnen wurde erklärt, wie man eine Rettungsleine richtig benutzt, und nicht zuletzt wurden sie fachkundig auf die Gefahren am und im Wasser hingewiesen. Außerdem hatten die Eltern die Möglichkeit, sich über das reichhaltige Kursangebot und den hohen Freizeitwert des Rettungsschwimmens zu informieren.
Attraktionen des DLRG-Standes waren jedoch unzweifelhaft die von den Rettungsschwimmern angebotenen Spiele: So konnten die Schüler ihre Reaktion testen, indem sie eine durch einen Schlauch und ein Rohr rollende Erbse mit einem Hammer treffen mußten, was den wenigsten gelang. Außerdem konnten sie versuchen, mit Bezug zum Thema »Wasser«, Pfennigstücke in Gläser zu werfen, die sich in einem mit Wasser gefüllten Aquarium befanden. Bei Gelingen erhielten die Teilnehmer einen DLRG-Glückspfennig.
Neben dem hohen Unterhaltungswert bei bestem Sommerwetter diente die Aktion noch einem guten Zweck: Die DLRG beteiligte sich mit der Verlosung einer Bootstour in einem Weserstreifenboot an der Sommerfest-Tombola, deren Erlös Kosovo-Flüchtlingen zugute kommt.
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß der DLRG-Bezirk Bremen-Stadt e.V. hofft, auch hier seinen Beitrag neben den vielen anderen Mitstreitern, Ausstellern und Organisatoren zum Gelingen dieses Sommerfestes geleistet zu haben.

Jugendfestival am Osterdeich

Den vierten und letzten Einsatz des Tages tätigten wir beim Internationalen Jugendvestival "YES" (Young Equal Society) der Bremer Ausländerbeauftragten auf den Osterdeichwiesen.
Durch den TL - WRD und Mitgliedern der 3S- Gruppe aus dem Hallenbad Süd wurde ein Informationsstand mit Fahrzeug und dem Rettungsboot "WORTBRUCH" aufgebaut. Die Sicherung der einzelnen Aktivitäten auf der Weser übernahm das MRB TRITON, worüber die Organisatoren dieser Veranstaltung sehr glücklich waren.
Trotz des guten Wetters hatten wir erst mäßigen Zuspruch am Stand zu verzeichnen. Erst als wir mit unseren gasgefüllten Luftballons auf Werbetour gingen, kamen auch die Eltern mit ihren Kindern um sich an dem "heißen Draht" zu versuchen. Nachdem sie sich durch die "Todesspirale" gearbeitet, und die Arme entknotet hatten, informierten wir sie natürlich auch über die Schwimmausbildung, die Jugendarbeit , den Wasserrettungsdienst und den Tauchereinsatz in der DLRG.

"Pelikan" sichert Veranstaltung am Vahrer See

Am 24.07.1999 fand an der Berliner Freiheit in Bremen-Vahr eine Veranstaltung zum 75jährigen Jubiläum der "Gewoba" statt.
Neben Musik, Schlemmerbuden und Aktionen für Kinder wurde vom Veranstalter auch ein Wettpaddeln mit Kanus auf dem Vahrer See ausgerichtet. Hierfür wurden Kräfte der DLRG Bremen-Stadt angefordert, um Sicherungsmaßnahmen zu treffen. Diese Aufgabe übernahmen die Kameraden der Rettungswache Achterdieksee, die mit einem Taucheinsatzfahrzeug und Motorrettungsboot zur Veranstaltung fuhren.
Die Lebensretter brauchten aber glücklicherweise nur ein paar vom Winde verwehte Paddler wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Mehr zu tun hatte wohl der an Land verbliebene Retter, der die vielen Fragen der Zuschauer in puncto Tauchen zu beantworten hatte. Aber auch viele hierüber hinausgehende Fragen, die Arbeit der DLRG betreffend, wurden gestellt, und man konnte wieder einmal viele staunende Gesichter sehen, wenn geantwortet wurde, daß die verantwortungsvolle Arbeit ehrenamtlich sei.
Um das soziale Engagement der Gesellschaft noch zu unterstreichen, wurde dem Sieger des Paddelwettbewerbes ein Schnorcheltauchkursus spendiert, der im Herbst zum Erwerb des begehrten Schnorchelführerscheines führt.
Nichts desto trotz: Vielleicht erscheint der eine oder andere Fragesteller ja doch - motiviert durch den gezeigten Einsatz des Taucheinsatztrupps "Pelikan-Stadt" - an einer Rettungsstation, um sich weitergehend zu informieren oder sogar, um mitzuarbeiten!

Badeausflug endete glimpflich

Ein glückliches Ende fand der Badeausflug eines achtjährigen Jungen und seiner Mutter am Bremer Stadtwaldsee (Unisee).
Während sich die Mutter des Kindes gegen 18.00 Uhr am Textilbadestrand aufhielt, spielte der Junge im seichten Wasser des Sees mit einem aufblasbaren Schwimmreifen. Während des Spielens gelangte der Nichtschwimmer unvermittelt in tieferes Wasser und konnte nunmehr das rettende Ufer nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Schließlich wurde er durch den vorherrschenden Wind aus dem Schwimmerbereich getrieben.
Die Rettungsschwimmer der DLRG-Station wurden auf den panisch um Hilfe schreienden Achtjährigen aufmerksam. Ein DLRG-Schwimmer begab sich sofort ins Wasser, schwamm das in ca. zwanzig Meter Entfernung treibende Kind an und transportierte es mitsamt der trügerischen Schwimmhilfe zum rettenden Strand.
Hier konnte der Junge wenig später unverletzt der glücklichen Mutter übergeben werden. Die DLRG weist anläßlich dieses Vorfalles nochmals darauf hin, daß es sich bei Luftmatratzen, Gummireifen und aufblasbaren Tieren lediglich um Spielzeug, nicht jedoch um geeignete Schwimmhilfen handelt.
Auf jeden Fall sollten Eltern von Kindern, die noch nicht schwimmen können, ihre Schützlinge im Wasser nicht aus den Augen lassen.

Rettung von zwei Personen am Mahndorfer See

Zwei 16 und 19 Jahre alte Mädchen aus Osteuropa verdanken ihr Leben vermutlich dem schnellen und entschlossenen Eingreifen von Rettungsschwimmern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Mahndorfer See.
Gegen 15.50 Uhr erschienen zwei Jungen an der dortigen DLRG-Rettungsstation und berichteten, daß die beiden jungen Frauen sich anfangs in einem seichten Teil des Gewässers befanden, sich dann aber in einen Bereich begaben, in dem es ihnen nicht mehr möglich war, zu stehen. Kurze Zeit später seien die Personen versunken und nicht wieder aufgetaucht.
DLRG-Rettungsschwimmer begaben sich unverzüglich an den beschriebenen Einsatzort und konnten eine der Personen in ca. sechs Meter Wassertiefe ausmachen und anschließend bergen. Nach der Übergabe an das Rettungsboot wurde nun unverzüglich mit der Reanimation begonnen.
Kurze Zeit später wurde auch die zweite Person in annähernd gleicher Wassertiefe durch einen DLRG-Retter aufgefunden und mit Hilfe von Passanten an den Strand gebracht. Die Wiederbelebungsmaßnahmen wurden unter Mithilfe von zufällig anwesenden Ärzten bis zum Eintreffen des Notarztes fortgeführt.
Neben dem Rettungshubschrauber "Christoph 6" kamen auch die Taucher der Berufsfeuerwehr Bremen sowie der DLRG-Taucheinsatztrupp "Pelikan-Stadt" zum Einsatz, die jedoch glücklicherweise keine weiteren Personen mehr bergen mußten.
Beide verunglückten Personen, bei denen es sich dem Vernehmen nach um Nichtschwimmer handeln soll, wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Gewoba - Triathlon

Am 22. August 1999 fand in und um den Stadtwaldsee der erste "Gewoba City Triathlon" statt. Anlaß war das 75-jährige Firmenjubiläum der Wohnungsbaugesellschaft Gewoba. Der Triathlon bestand aus einem Volks-Triathlon und einem Triathlon über die olympische Distanz, an dem auch internationale Triathlongrößen teilnahmen.
Die Teilnehmer mußten eine Schwimmstrecke im Stadtwaldsee (Unisee), eine Radstrecke durch Horn-Lehe, Schwachhausen und die Vahr sowie eine Laufstrecke durch den Stadtwald absolvieren. Die Schwimmstrecke betrug 750 Meter für den Volks-Triathlon bzw. 1,5 Kilometer für die olympische Distanz. Insgesamt wurden rund 400 Teilnehmer erwartet.
Die DLRG hatte die Aufgabe, die Absicherung des schwimmerischen Teils der Veranstaltung zu übernehmen sowie für die Markierung des Kurses zu sorgen.
Bereits einige Wochen vor der gut organisierten Veranstaltung wurden unter Mithilfe der Besatzung der Rettungsstation Stadtwaldsee die Schwimmstrecken ausgemessen und markiert. Am Veranstaltungstag wurden diese Markierungen von der DLRG durch große Wendebojen ersetzt.
Das Schwimmerfeld Bei bestem Wetter waren am Veranstaltungstag zusätzlich zum dort stationierten Motorrettungsboot "Primus" die Motorrettungsboote "Deichschart", "Nivea III" und "Theodor Ahrens" an den Stadtwaldsee verlegt worden. Weiterhin waren mehrere Rettungsschwimmer mit Kajaks eingesetzt. Während des Wettkampfes wurde das Schwimmerfeld durch die Kajaks angeführt und begleitet.
Die Motorrettungsboote wurden neben der Absicherung der Schwimmer auch zum Transport von Kampfrichtern und der Presse eingesetzt.
Der Vormittag verlief für die DLRG ohne bemerkenswerte Vorkommnisse, alle Schwimmerinnen und Schwimmer erreichten wohlbehalten das Ziel. Gegen Mittag konnten die Boote und Kajaks wieder an ihre Seen und zum Technischen Betrieb verbracht werden.
Der Veranstalter äußerte sich zufrieden über den Ablauf der Veranstaltung, so dass einer Fortsetzung des City Triathlons im nächsten Jahr nichts entgegen stehen sollte.

Hilfeleistung nach Kenterung

Gegen 17:10 Uhr bemerkten die Rettungsschimmer der Rettungsstation Stadtwaldsee ein mit drei Personen besetztes Kanu auf dem See.
Die jugendliche Besatzung war so sehr in das Toben vertieft, dass sie gar nicht realisierten, dass sich das Boot immer mehr in eine bedrohliche Schieflage neigte. Nach wenigen Minuten trat das ein, was kommen mußte: Das Kanu kenterte! Die Kenterung verlief zwar glimpflich, dennoch waren die Personen nicht in der Lage, das vollgeschlagene Boot aus eigener Kraft wieder aufzurichten bzw. sich zurück in das Gefährt zu begeben. Auch die herbeigerufene Unterstützung eines weiteren Kanus von der Slipanlage brachte nicht den gewünschten Erfolg. Nachdem der verunglückten Besatzung zunehmend die Kräfte schwanden, begab sich das Motorrettungsboot "Primus" mit zwei Rettungsschwimmern zum Unglücksort. Hier wurde das Kanu vorerst behelfsmäßig gelenzt, die Besatzung an Bord genommen und anschließend auf das Gelände der Rettungsstation verbracht. Hier konnte das Boot nun völlig entleert und wieder in die richtige Position gebracht werden. Nachdem die dreiköpfige Besatzung wieder zu Kräften gelangt war, paddelten sie um eine Erfahrung reicher wieder zum Ausgangspunkt ihres Abenteuers zurück.

Hard Pop Days 1999

Bereits Tage vor dem Ereignis wurden die Budenstädte, Absperrzäune, Beleuchtungsanlagen und - nicht zu vergessen - die große Bühne für das Event des Jahres 1999 am Bremer Stadtwaldsee aufgebaut.
Angekündigt waren unter anderem auch so bekannte Größen wie Xavier Naidoo, Herbert Grönemeyer sowie die H-Blockx. Außerdem wurde den Besuchern ein umfangreiches Rahmenprogramm von Sport bis Schlemmen geboten. Das allein sollte wohl tausende von Open-Air-Fans am 28.August bei bestem Sommerwetter Bremens beliebtesten Badesee locken.
Und so kam es denn auch: Bereits früh morgens reisten kleine und auch größere Gruppen an, um sich auf dem Veranstaltungsgelände die besten Plätze zu sichern. Oftmals wurde bei hochsommerlichen Wetter natürlich auch das kühle Bad im See gesucht.
Und hiermit kommt nun die Wasserrettungsorganisation zu ihrer Daseinsberechtigung. Wie bereits anläßlich vorangegangener Konzerte dieser Reihe, war die DLRG auch in diesem Jahr vom Veranstalter beauftragt, den Wasserrettungsdienst durchzuführen. Im Einsatzfall hätten somit rund dreißig Rettungsschwimmer, Taucher und Bootsführer mit vier Rettungsbooten zur Verfügung gestanden.
Die DLRG-Rettungsstation am Stadtwaldsee, unterstützt von Kameraden anderer Rettungswachen und des Technischen Betriebes, war somit an der Rettungsstation, auf dem Wasser und im Veranstaltungsgelände auf alles bestens vorbereitet.
Natürlich konnten die eingesetzten Kräfte auch das Konzertgeschehen hautnah miterleben. Die Atmosphäre im Veranstaltungsraum, der Kontakt zu den anderen eingesetzten Hilfsorganisationen sowie die Stimmung untereinander war bestens. Bis zum Veranstaltungsende gegen 23:00 Uhr hatte die DLRG-Einsatzleitung dann auch keine nennenswerten Einsätze zu verzeichnen.
Auch das Anlandbringen und Reinigen der eingesetzten Fahrzeuge verlief zügig und problemlos - nach einem rund zwölfstündigen, ehrenamtlichen Arbeitstag und bei völliger Dunkelheit nicht unbedingt selbstverständlich. Nach getaner Arbeit und kurzer Einsatznachbesprechung waren sich alle einig: Hard Pop Days 2000? - Na klar !

DLRG beim Hafenfest im Einsatz

Am 18. und 19. September 1999 fand das traditionelle Hafenfest im Neustädter Hafen am Lankenauer Höft statt.
Neben einigen anderen Hilfsorganisationen, wie dem ASB und dem THW, war auch die DLRG Bremen-Stadt vor Ort, um die Veranstaltung abzusichern und zu deren Gelingen beizutragen.
Am Samstag traf man sich um 09.00 Uhr am Hohentorshafen, um die Gerätschaften, Fahrzeuge und die Motorrettungsboote einsatzklar zu machen. Gegen 09.30 Uhr fuhren die Einsatzkräfte dann in Richtung Hafenfest. Eingesetzt wurden bei der Veranstaltung vier Motorrettungsboote (MRB), die Taucheinsatzgruppe (TEG) "Pelikan-Stadt" sowie zwei DLRG-Dienstfahrzeuge.
Vor Ort wurde ein Einsatzzelt aufgestellt und die funktechnische Anlage installiert. Nach einer kurzen Einweisung in Lage, Auftrag und Örtlichkeit begaben sich die Motorrettungsboote in das Einsatzgebiet Neustädter Hafen. Der Samstag verlief sehr ruhig, die DLRG brauchte glücklicherweise nicht tätig zu werden.
Lediglich das MRB "Deichschart" wurde nach Elsfleth entsandt, um die "Bremer Schlüssel Regatta" zu sichern, die letztlich jedoch wegen akuter Flaute abgebrochen werden mußte. Entschädigt wurden die Bootsbesatzungen wieder durch ein fulminantes Feuerwerk, das über der nächtliche Hafenkulisse Bremens abgebrannt wurde.
Am Sonntag hingegen wurden die ehrenamtlichen Retter doch noch gefordert: Am späten Nachmittag meldete der Turm Lankenau über Seefunk der DLRG eine zusammengebrochene Person unterhalb des Turmes.
Während die DLRG-Einsatzleitung sofort Kontakt mit den Rettungskräften des ASB aufnahm, begaben sich drei Rettungsschwimmer zum Einsatzort. Gemeinsam mit dem alarmierten RTW des Arbeiter-Samariter-Bundes versorgten die DLRG-Mitarbeiter vor Ort die Patientin, die offenbar einen Schlaganfall erlitten hatte. Aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes der Patientin wurde der Rettungshubschrauber "Christoph 6" nachgefordert. Die Besatzung des RTH wurde von Kameraden der DLRG am Einsatzort eingewiesen.
Auf dem Wasser hingegen verlief, wie am Vortage, alles ruhig, die Bootsbesatzungen brauchten nicht einzugreifen.
Es bleibt festzustellen, daß der "Einsatz Hafenfest" auch in diesem Jahr allen Beteiligten wieder sehr viel Spaß gemacht hat, zumal Petrus sich noch einmal von seiner schönsten Seite gezeigt hat. Die Mitarbeiter der DLRG blicken somit hoffnungsvoll auf das "Hafenfest 2000."

DLRG sichert "Musik und Licht am Hollersee"

Am 19. September fand zum elften Mal das Open-Air-Ereignis "Musik und Licht am Hollersee" im Bremer Bürgerpark statt. Wie bereits etliche Male zuvor, wurde auch in diesem Jahr der DLRG-Bezirk Bremen-Stadt e.V. mit der Sicherung dieser Veranstaltung beauftragt.
Bereits zwei Stunden vor dem offiziellen Konzertbeginn ließ der Andrang der Klassikbegeisterten erahnen, daß auch die diesjährige Veranstaltung wieder ein Erfolg werden sollte. Diese Ahnung bewahrheitete sich kurze Zeit später: Weit mehr als 20.000 (!) Menschen suchten bei bestem Spätsommerwetter Entspannung und Kulturgenuß im Bürgerpark. Einen dermaßen großen Andrang hatte die Veranstaltung bisher in ihrer Geschichte noch nicht erlebt.
Die DLRG stand dem Ansturm gleichwohl gut gerüstet gegenüber: Sie war mit einem Einsatzleitfahrzeug, dem Motorrettungsboot "Wortbruch" und einer ausreichenden Anzahl motivierter Helfer angerückt.
Im Verlauf des Konzertes mußten durch die ehrenamtlichen Retter vier Patienten nach Insektenstichen und Brandverletzungen ersthelferisch versorgt werden. Außerdem wurde eine Frau betreut, die abseits des Veranstaltungsortes einen Schwächeanfall erlitten hatte. In allen Fällen konnte auf die Alarmierung weiteren Rettungspersonals verzichtet werden.
Eine buchstäbliche Premiere erlebten die Retter nach dem offiziellen Ende des Konzertes: Ein angetrunkener junger Mann demonstrierte den verbliebenen Besuchern mit einer brennenden Fackel im Mund seine Schwimmkünste und durchquerte den mannstiefen Ziersee mehrfach. Letztlich gelang es den Einsatzkräften jedoch, den Fackelschwimmer von der Gefährlichkeit seines Tuns zu überzeugen, so daß dieser das Wasser verließ.
Die Organisatoren des Konzertes bedankten sich traditionell nach dem Konzert im "Park-Hotel" mit einem kleinen Imbiß und kühlen Getränken bei den beteiligten DLRG-Kräften und brachten zum Ausdruck, auch im nächsten Jahr nicht auf deren Mitarbeit verzichten zu wollen.

Zu starke Strömung - Weserschwimmen fiel aus

Der erste Einsatz für den DLRG-Bezirk Bremen-Stadt im neuen Jahr(-tausend) scheiterte an dem Element, in dem er eigentlich stattfinden sollte:
Am Sonntag, dem 12. März sollte ursprünglich das traditionelle "Weserschwimmen" des Tauchsportvereins "Oktopus" stattfinden. Hierbei begeben sich ein gutes Dutzend aktiver Mitglieder in Höhe der "Erdbeerbrücke" in die Weser und schwimmen bis zum Vereinsheim des Post SV unterhalb der Sielwall-Fähre den Fluss hinab. Die Veranstaltung wird von Angehörigen und Mitgliedern von Land aus mit einem großen Spektakel sowie zünftigen Verkleidungen und entsprechenden Devotionalien begleitet.
PRIMUS und SIRIUS vor dem Einsatz Die Flussschwimmer sollten daher zur Sicherheit von den DLRG - Motorrettungsbooten "Herkules", "Sirius" sowie "Primus" begleitet werden. Nachdem die Mitglieder der Rettungsstationen Achterdieksee, Bultensee und Stadtwaldsee ihre Boote an der Anlage des Segelvereins "Weser" zeitgerecht geslippt hatten, begaben sie sich zur Einsatzstelle. Bereits auf der Anfahrt war die starke Strömung zu erkennen, die zu diesem Zeitpunkt vorherrschte.
Um eine Gefährdung der Teilnehmer auszuschließen, verständigten sich die zuständige Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, die Wasserschutzpolizei sowie die DLRG auf einen Abbruch der Veranstaltung. Zum Zeitpunkt der Entscheidung wurde am Weserwehr eine Wasserbewegung von 1.076 m3/sec. gemessen. Ein Durchsatz von bis zu 1.000 m3/sec. wäre hingegen noch vertretbar gewesen.
So machte die Schneeschmelze im Harz und die damit verbundene starke Strömung des Oberflächenwassers den mutigen Tauchern ein dicken Strich durch die Rechnung. - Was diese jedoch nicht davon abhielt, anschließend im Vereinsheim des Post SV noch eine Stärkung zu sich zu nehmen und den Abbruch gebührend zu "begießen".

Artist verunglückt am Stadtwaldsee

Am Samstag , dem 29. April ist die Besatzung der DLRG-Rettungsstation (RSt.) am Stadtwaldsee (Unisee) dabei, die Bojen zur Kennzeichnung der verschiedenen Wassersportbereiche klar zu machen.
Die Station ist gekennzeichnet durch eine hektische Betriebsamkeit: während die einen inmitten von Kabeln, "Fröschen" und Schäkeln stehen und versuchen, diese in die richtige Reihenfolge zu bekommen, bringen andere die Bojen mittels Kompressor auf die richtige Größe. Wer nun noch kein Betätigungsfeld gefunden hat, der macht die Boote "Haase" und "Primus" fertig für den bevorstehenden Arbeitseinsatz oder kümmert sich schlicht um das leibliche Wohl der arbeitenden Kameraden.
Doch Plötzlich schrillt die Alarmglocke. Sofort versammeln sich die Rettungsschwimmer vor der Station. Der Wachleiter gibt die Lage bekannt: Ein Artist hat am Strand des Nichtschwimmerbereiches einige seiner Kunststücke zum Besten gegeben und hat sich dabei verletzt. Dieser soll nun bewegungsunfähig im Sand liegen.
Sofort wird das Motorrettungsboot "Primus" zum Unfallort entsandt. Wenig später kann der Wachleiter die Rückmeldung entgegen nehmen: Der junge Mann steht erkennbar unter Schock, hat dennoch starke Schmerzen und die abnorme Lage der Gliedmaßen lässt eine Kniescheiben- und/oder Unterschenkelfraktur vermuten. Sofort wird über die RSt. ein Rettungswagen und - wegen der aus den Schmerzen resultierenden momentanen Transportunfähigkeit - ein Notarzt nachgefordert.
Die vor Ort eingetroffenen Kameraden kümmern sich derweil um den Verletzten, sperren der Ort gegen die zahlreich anwesenden "Gaffer" ab und weisen die Rettungsfahrzeuge ein.
Nach kurzer Zeit konnte der Patient dann den hauptamtlichen Rettern nach einem ersten Body-Check durch die DLRG übergeben werden.
Durch diesen Einsatz leicht verzögert, durch den guten Verlauf aber auch motiviert, ging es dann an das Verlegen der Bojen.

Ruderregatta 2000

Wie auch in den vergangenen Jahren fand vom 05. bis 07. Mai 2000 die Internationale Bremer Ruderregatta auf dem Werdersee statt.
Während dieses Wochenendes gehörte fast der gesamte See den rückwärts fahrenden Sportlern und ihren High-Tech-Fahrzeugen. Die DLRG hatte wiederum den Auftrag - wie auch schon die letzten Jahre -, dieses sportliche Großereignis wasserseitig abzusichern.
Diese Veranstaltung verlangt dem Team um Wachleiter Gerrit Kappher und seiner Stellvertreterin Insa Wolfrum stets ein großes Maß an Vorarbeit und Logistik ab.
So wurden bereits am Freitag vor Veranstaltungsbeginn die Motorrettungsboote "Deichschart", "Nivea 3", "Primus", "Theodor Ahrens" und "Wassermann" an den Werdersee verbracht und zu Wasser gelassen.
Und schon hier zahlte sich die Wartung und die Pflege im Winterlager des Technischen Betriebes aus: Fast alle Motoren sprangen "auf Schlag" an, und so waren die Boote innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit auf dem Wasser.
Auch das Gebäude der Rettungsstation am Werdersee wurde auf das bevorstehende Wochenende vorbereitet. Schließlich musste Platz für die Unterbringung und Ausrüstung von fünf Rettungsbooten und deren Besatzung geschaffen werden. Zudem mussten auch Versorgung und Kommunikation sichergestellt werden und Vorkehrungen für die Lösung der bekanntermaßen anfallenden großen und kleinen Probleme getroffen werden.
In dem Zeitraum zwischen dem ersten Start der Ruderregatta am Samstag um zehn Uhr und dem letzten Start am Sonntag gegen 15:30 Uhr wurden zehn gekenterte Ruderer gerettet, ein Schiedsrichterboot wegen Benzinmangels an den Anleger geschleppt und sieben Mal erste Hilfe geleistet. Außerdem haben rund 25 Rettungsschwimmer in diesem Zeitraum 383 Arbeits- und Wachstunden abgeleistet. Keinen Eingang in diese Statistik fanden darüber hinaus die mittlerweile üblichen "Serviceleistungen" wie die Ausgabe von Trinkwasser, Ausleihe von Werkzeugen, Bereitstellen eines Telefons und so weiter.
Fazit der Einsatzkräfte: Ein paar glimpflich verlaufene Einsätze, gute Verpflegung, gute Stimmung - die nächste Ruderregatta am Werdersee kann kommen!

Mann bricht nach Alkoholkonsum am Stadtwaldsee zusammen

Sonntag, 7. Mai: Am frühen Nachmittag informiert der Imbißbetrieb am Nichtschwimmerstrand die DLRG-Station am Stadtwaldsee (Unisee) darüber, dass soeben eine männliche Person zusammengebrochen sei.
Sofort setzt sich eine Streife mit Erste-Hilfe-Gerät zum Unglücksort in Marsch. Vor Ort treffen die Rettungsschwimmer auf eine männliche Person mit deutlichen Kreislaufproblemen. Der Grund: Der Mann hatte über einen längeren Zeitraum keine feste Nahrung mehr zu sich genommen und sich statt dessen nur noch flüssig (mittels Bier!) "ernährt". In Zusammenhang mit dem vorherrschenden heißen Wetter versagte schließlich der Kreislauf des Mannes, der nun mehrfach kollabierte.
Vorsorglich wurde die Person durch die Retter zur Rettungsstation verbracht und dort kurzfristig im Rahmen der Ersten Hilfe behandelt. Eine Übergabe an den Rettungsdienst wurde durch den Patienten kategorisch abgelehnt. Nachdem sich der Mann erholt hatte, verließ er die RSt. und begab sich zurück zum Strand.

2. Bremer Sicherheitstage - DLRG dabei

Begleitet von einer kontroversen Diskussion in den Medien fanden am 12. und 13. Mai die "2. Bremer Sicherheitstage" statt.
An dieser großen Veranstaltung, die auf dem Bremer Marktplatz durchgeführt wurde, beteiligte sich auch der Bezirk Bremen-Stadt e.V. der DLRG.
Die Polizei als Veranstalter der Aktionstage war auch an die DLRG herangetreten, um der Wasserrettungsorganisation die Möglichkeit einzuräumen, ihre Leistungen und ihre Maßnahmen in Sachen "Prävention" einmal mehr einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Nach der offiziellen Eröffnung am Freitagmorgen fanden sich dann auch viele Besucher, die einmal das neueste Motorrettungsboot des Bezirks, den "Triton", anschauen wollten. Das Boot war zusammen mit einer kleinen Bilderwand und viel Info-Material der Anziehungspunkt auf dem Grasmarkt neben Bremens altehrwürdigem Rathaus.
Ein äußerst positive Maßnahme war auch die enge Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei, die ihren Stand gleich neben den der DLRG platzierte. Vielfach konnten die Besucher der Sicherheitstage im Rahmen von Fachgesprächen rund um das Thema "sicherer Wassersport" gleich "auf dem kleinen Dienstweg überwiesen" werden. Selbstverständlich trug diese räumliche Nähe auch zu einer weiteren Festigung des ohnehin sehr guten Verhältnisses zwischen WSP und DLRG bei.
An beiden Tagen nutzen viele Bremerinnen und Bremer, aber auch Touristen, die Möglichkeit, um sich über das vielfältige Angebot der DLRG in Bremen informieren zu lassen.
Aber nicht nur die Erwachsenen, auch "die Kleinen" kamen zu ihrem Recht: Sie konnten sich gasgefüllte Luftballons mit nach Hause nehmen, nach Herzenslust malen oder ihre Konzentrationsfähigkeit und Geschicklichkeit am "heißen Draht" testen. Wer eine besonders ruhige Hand nachweisen konnte, nahm zudem an der Verlosung von Schwimmkursen und Rettungsbootfahrten auf der Weser teil.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung in Bremens guter Stube bei kaiserlichem Wetter, die einmal mehr gezeigt hat, dass die DLRG in Bremen integraler Bestandteil des Rettungswesens ist.

Tag der offenen Tür beim Wassersportverein Hemelingen - DLRG aktiv dabei

Am 17. Juni beging der Wassersportverein Hemelingen (WVH) den 75.sten Jahrestag seiner Gründung. Aus diesem Grunde hatten Vorstand und Aktive des Vereins ein großes Fest auf die Beine gestellt, zu dessen Gelingen auch die DLRG beitragen durfte.
Der TRITON bei einer Vorfuehrung Zum einen sorgt das Motorrettungsboot "Triton" bereits seit vielen Jahren für die Sicherheit der Wassersportler im Bereich der Mittelweser und hat sich daher ein hohes Ansehen unter den Freizeitkapitänen erworben. Zum anderen findet das DLRG-Rettungsboot seit einiger Zeit seinen Liegeplatz im Hafen des WVH, woraus der DLRG natürlich auch die Verpflichtung zur Beteiligung erwuchs, die gerne erfüllt wurde.
Bereits kurz nach der Eröffnung am Samstagmorgen strömten dann auch Seeleute und "Sehleute" auf das Grundstück des WHV am Hemelinger See. Neben den obligaten Fischbrötchen- und Getränkeständen wurde durch die Organisatoren auch ein großes Festzelt, eine Schießbude, ein Kettenkarussell und viele andere Attraktionen geboten. Auch den speziellen Belangen der kleinen "Wasserratten" wurde durch Hüpfburg und ähnlichem Rechnung getragen. Die Krönung war jedoch ein wolkenloser, sonniger Himmel, der wie für die Veranstaltung bestellt schien.
Die DLRG, auf dem Wasser mit den MRB "Triton" und "Nivea 3" vertreten, präsentierte sich an Land mit einem Einsatzfahrzeug und dem Katastrophenschutzboot "Sirius". Neben geballter Information wurde den Besuchern auch die Prüfung ihrer Treffsicherheit an einer Rettungsball-Wurfwand angeboten. Zu gewinnen gab es wie immer eine Menge um das Thema Wassersicherheit.
Als Höhepunkt dürfen sicherlich die Vorführungen der DLRG auf der Weser bezeichnet werden: Während im Rahmen der ersten Präsentation die Rettung eines Schwimmers durch die MRB "Nivea 3" und "Triton" in Perfektion vorgeführt wurden, erhöhte sich der Schwierigkeitsgrad bei der zweiten Vorführung noch einmal beträchtlich:
Die NIVEA III bei der VorfuehrungEine vom WVH zur Verfügung gestellte, mit zwei Personen besetzte Segeljolle kenterte in Strommitte vor den Augen der zahlreichen Zuschauer. Während das eine Besatzungsmitglied sofort durch die Mannschaft des "Triton" gerettet werden konnte, galt der Steuermann anfänglich als "vermisst".
Sofort wurde ein Rettungstaucher der DLRG-Taucheinsatzgruppe "Pelikan-Stadt" mit dem MRB "Nivea 3" nachgeführt und kam unmittelbar zum Einsatz. Nach kurzer Zeit wurde der "Vermisste" dann gefunden und ebenfalls an Bord des "Triton" gebracht. Dort begann die Besatzung sofort mit der Wiederbelebung.
Letztlich wurde die verunglückte Jolle noch unter Mithilfe des DLRG-Bootes wieder aufgerichtet und gelenzt, so dass sie aus eigener Kraft den Heimathafen erreichen konnte.
Die Zuschauer zeigten sich von dieser umfangreichen Darstellung der Leistungsfähigkeit der Bremer DLRG auf der Weser stark beeindruckt und zeigten dies mit lang anhaltendem Applaus.

Sodenmattsee-Fest

Am 24. Juni fand das diesjährige Sodenmattsee-Fest an dem gleichnamigen Gewässer in Bremen-Huchting statt. Der Ursprung dieser Veranstaltung geht auf die Wiedereröffnung des Badesees nach einer jahrelangen Sperrung wegen Verunreinigung zurück. Da das Fest derzeit sehr gut bei der Bevölkerung ankam, ist es mittlerweile zur Tradition geworden.
Auch dieses Jahr war die DLRG-Rettungsstation wieder mit von der Partie bei Planung, Organisation und Ausführung des Festes.
Neben den beliebten Kajakfahrten für Jedermann wurden auch Fahrten im Rettungsboot angeboten, die Gelegenheit boten, die in Seemitte installierte, solarbetriebene Belüftungsanlage einmal von Nahem zu besichtigen.
Außerdem war die DLRG mit der Durchführung des Sanitätsdienstes im Bedarfsfalle beauftragt.
Verstärkt durch Kameraden verschiedener Rettungswachen, kam es aber auch beim Sodenmattsee-Fest im Jahre 2000 zu keinen nennenswerten Störungen. Hierzu beigetragen hat sicherlich auch das vorherrschende Wetter, das mit lang anhaltenden und kräftigen Schauern für mehrmaliges Lenzen der eingesetzten Wasserfahrzeuge und das Wechseln durchnässter Einsatzbekleidung sorgte.
Dennoch freuen sich die Bremer Rettungsschwimmer, auch im Süden der Stadt einen festen Platz in der Gesellschaft gefunden zu haben und hier als verlässlicher Partner für die freie Zeit in Sicherheit am Sodenmattsee anerkannt zu werden.

Sommerfest der Samskinder am Stadtwaldsee

Sommerfest der Samskinder

Nachdem der sechsjährige Felix seinen Freunden von der Kindergartengruppe der Samskinder immer wieder von der DLRG und besonders vom Rettungsboot "Primus" erzählt hatte, konnte er jetzt auf dem Sommerabschlussfest der Gruppe alles genau zeigen.
Rund 35 Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren mit ihren Eltern und natürlich den Betreuern vom Kindertagesheim der Martin-Luther-Gemeinde erschienen nach einem netten Picknick und einer Schatzsuche im Bürgerpark, an der DLRG-Rettungswache Stadtwaldsee. Bei super Wetter war neben dem Baden natürlich die Fahrt mit dem Motorrettungsboot "Primus" die Attraktion für die "Kids".

Samskinder auf grosser Fahrt

Die Kameraden der Rettungsstation hatten dabei alle Hände voll zu tun; die Rettungswesten mussten ordentlich angelegt werden, was sich nicht immer als einfach erwies ("Wo kommt der Arm durch?").
Während ihre Sprösslinge auf großer Fahrt den Unisee erkundeten, konnten sich die interessierten Eltern und Betreuer die Wache und deren Ausrüstung ansehen. Viele waren erstaunt, wie gut die Rettungsschwimmer an Bremens beliebtesten Badesee ausgestattet sind. Ebenfalls erstaunt sind immer wieder auch alle über die Tatsache, dass sie ehrenamtlich tätig sind. Als auch die Betreuer eine kleine Bootstour hinter sich hatten, war auch schon der Grill angeschmissen und das Buffett aufgebaut. Alle Kinder und Eltern waren sich einig: Dieses Sommerfest war ein tolles Erlebnis !
Und Felix konnte endlich mal allen zeigen, wo er seine Freizeit ( hoffentlich noch lange ) verbringt.

DLRG sichert mit Großaufgebot "1. Haake-Beck Badeinsel-Regatta"

Mit einem für Bremer DLRG-Verhältnisse ungewöhnlichen Einsatz bewies der Bezirk Bremen-Stadt erneut seine Leistungsfähigkeit:
Am Sonntag, dem 02. Juli fand die erste Bremer Badeinsel-Regatta auf einem Bereich der Weser statt.Start der Badeinselregatta Gesponsert von einer großen Bremer Brauerei und bei bestem Sommerwetter traten 100 Zweier-Teams an, um die rund 1400 Meter lange Strecke zwischen dem Martini-Anleger und dem Café Sand möglichst schnell zu überbrücken.
Die Schwierigkeit dieses Unterfangens lag darin, dass sich jeweils ein Team eine aufblasbare Badeinsel von 1,60 Meter Durchmesser teilen musste und sich nur durch Hand- oder Fußbewegungen im Strom vorwärts bewegen konnte.
Bereits am Start konnte man die Tücken der Gefährte beobachten: Einmal nass geworden, war es ein Leichtes, von der Insel zu rutschen und nicht wieder hinauf zu gelangen. Ebenso war die leichte Konstruktion nahezu ungeschützt Strömung und Wind ausgesetzt. Die Teilnehmer waren lediglich durch Neoprenanzüge und (nicht ohnmachtsichere!) Schwimmwesten vor den Unwillen der Gummigefährte geschützt.badeinselregatta
Gerade diese Schwierigkeiten begeisterte dennoch mehrere tausend Zuschauer entlang der Wettkampfstrecke. Das Publikumsinteresse wurde noch gesteigert durch die Teilnahme von bundesweit und regional bekannten "Größen" aus Sport, Unterhaltung und Gesellschaft.
Bei einhundert Badeinseln mit folglich zweihundert Teilnehmern wahrlich kein leichtes Unterfangen, für die Sicherheit von Mensch und Material zu garantieren. Doch die DLRG setzte mit 7 eingesetzten Motorrettungsbooten neue Maßstäbe für solche Veranstaltungen.
So wurde bereits kurz nach dem Start nicht nur über Hopfen und Malz diskutiert, sondern auch die Spreu vom Weizen getrennt. Die eingesetzten MRB konnten das eine oder andere Team bereits nach den ersten Metern wieder ans rettende Ufer verbringen. Anderen Inseln ging während des Wettbewerbes die Luft aus; sie mussten durch die DLRG-Boote gegen neue getauscht werden. Während des T7 auf der Inselgesamten Rennens wurde jedoch nicht nur das Teilnehmerfeld durch die DLRG-Boote begleitet. Es wurden vielmehr auch Presse- und VIP-Fahrten durchgeführt sowie der Moderator der Veranstaltung transportiert. "Crazy Olli" - genau am Veranstaltungstage 30 Jahre alt geworden - wurden seine markigen Sprüche und sein Wiegenfest dann später auch zum Verhängnis: Er teste unfreiwillig die Waschwirkung des original Bremer Weserwassers.
Während die schnellste Paarung bereits gegen 15:45 Uhr ins Ziel kam, trieben die Letzten rund eine Stunde später bei Tidenhöchststand am Café Sand ein.
Nach der voluminösen Veranstaltung, die auf DLRG-Seite von den Technischen Leitern Ulrich Aßmann und Heiner Henke gelenkt wurde, gab es denn auch keine nennenswerten Vorkommnisse zu berichten, so dass auch der Organisator mit dem Einsatz der Wasserrettungskräfte rundum zufrieden sein dürfte.

Tag der offenen Tür und Sommerfest bei der DLRG

Am 08. Juli 2000 fand der diesjährige "Tag der offenen Tür" bei der DLRG in Bremen statt. Turnusmäßig wurde die Veranstaltung in diesem Jahr durch die Rettungsstation am Achterdieksee ausgerichtet.
Das Team um Stationsleiter "Hansi" Köhler hatte dann auch bereits Monate vorher mit den Vorbereitungen begonnen, um eine besonders gelungene Darstellung der DLRG abgeben zu können. Das gesamte Wachgebäude wurde grundgereinigt und renoviert, alles, was nicht niet- und nagelfest war, erstrahlte in neuem Glanz.
Neben der Vorstellung des am Achterdieksee stationierten Taucheinsatztrupps "Pelikan-Stadt" konnten die Besucher am Veranstaltungstage auch Fahrten in DLRG-Motorrettungsbooten unternehmen, Kajak fahren und sich mit Informationsmaterial über die ehrenamtliche Arbeit der Wasserretter eindecken. Nicht zu vergessen auch die Tombola: Bei einem Lospreis von einer Mark konnten sowohl witzige (Eierbecher in Form eines Rettungsringes) als auch wertvolle Preise gewonnen werden. Schließlich war auch für das leibliche Wohl mit den obligaten Bier- und Bratwurstständen bestens gesorgt.
Last but not least sorgte der Taucheinsatzzug aus Bremen-Nord für vielbeachtete Vorführungen in Sachen Helmtauchen und Unterwasser-Videografie.
Wegen des vorherrschenden, ausgesprochen schlechten, Wetters fanden jedoch leider weit weniger Besucher als erhofft den Weg zur Rettungsstation.
Dennoch ließen sich Aktive und Besucher die Laune nicht vermiesen und begingen im Anschluss an den "Tag der offenen Tür" das diesjährige Sommerfest der DLRG-Bremen. Nach einer kurzen Ansprache durch die Vereinsführung gab es dann noch zwei Highlights zu erwähnen:
Der Technische Leiter Ausbildung, Ekkehard Legeler, übergab den Bremer Absolventen des Lehrscheinlehrganges 2000 ihre Ausbilder- und Prüfberechtigung. Es handelt sich hierbei um Bianca Steimke, Jan Plagge, Ulrich Laffert und Lutz Döblitz.
Außerdem wurde dem Bezirk Bremen-Stadt vom Geschäftsführer des Landesverbandes, Roy Hinte, eine neue, hochmoderne HLW-Puppe neuesten Standards übergeben.
Nach diesem "offiziellen" Teil gelang es allen Beteiligten dann leicht, das unangenehme Wetter zu vergessen und der DLRG angemessen zu feiern.
Es bleibt festzuhalten, dass es der Rettungswache Achterdieksee trotz der widrigen Begleitumstände durchweg gelungen ist, eine aussagekräftige, informative und kurzweilige Veranstaltung zu organisieren, die ihren Abschluss in einem fröhlichen kameradschaftlichen Abend fand. Dafür gebührt ihnen unser Dank!

DLRG rettete ermüdeten Schwimmer aus dem Unisee

Bereits zum dritten Mal in dieser Badesaison musste die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) einem in Not geratenen Menschen an einem bremischen Badegewässer zur Hilfe eilen:
Die Besatzung der DLRG-Station am Stadtwaldsee (Unisee) bemerkte am gestrigen Freitagabend gegen 18:30 Uhr die Hilfeschreie eines Mannes, der sich in einem rund zehn Meter tiefen Bereich des Sees aufhielt.
Den 35-Jährigen, so stellte sich später heraus, hatten nach längerem Schwimmen in dem noch verhältnismäßig kühlen Wasser (19° C) des Sees die Kräfte verlassen, und er drohte somit zu ertrinken.
Glücklicherweise befand sich zufällig ein Hobbytaucher in der Nähe des Bremers, der den Schwimmer zunächst über Wasser hielt.
Kurze Zeit später konnten die alarmierten Rettungsschwimmer der DLRG den Verunglückten an Bord des DLRG-Motorrettungsbootes "Primus" nehmen und ihn zur weiteren Versorgung zur DLRG-Station verbringen.
Nach Information der DLRG wurde der Mann unverletzt aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen.

Schwerer Badeunfall am Werdersee

Am Sonntag, dem 20. August gegen 16:45 Uhr informierten Badegäste die Rettungsschwimmer der DLRG-Rettungsstation am Werdersee darüber, dass sich im benachbarten Badebereich ein Badeunfall ereignet hätte.
Das darauf sofort zum Einsatzort entsandte DLRG Motorrettungsboot "Deichschart" fand ein unter Schock stehendes 14-jähriges Mädchen am Ufer liegend vor.
Nach Aussagen von Zeugen war das Mädchen mit einem Kopfsprung von einem Anleger in den See gesprungen, obwohl die Wassertiefe dort nur rund 80 Zentimeter beträgt.
Passanten zogen das bedingt ansprechbare Mädchen daraufhin sofort an Land und informierten die Rettungskräfte.
Da die gezeigten und geäußerten Symptome auf eine Wirbelverletzung schließen ließen, wurde die Verunglückte durch die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer in ihrer Lage stabilisiert und ersthelferisch versorgt. Des weiteren wurden vorbereitende Maßnahmen für die nachrückenden Kräfte des Rettungsdienstes getroffen.
Nach kurzer Zeit konnte die Jugendliche der mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 6" eintreffenden Notärztin übergeben werden.
Im Anschluss wurde das Mädchen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Sail 2000

Vom 30.8. bis 3.9.2000 fand in Bremerhaven das Windjammertreffen "Sail 2000" statt. Ein maritimes Großereignis, an dem mehrere Hundert Segler aus beinahe allen Nationen teilnahmen und das mit seinem Programm und seinen Attraktionen mehrere Millionen Zuschauer in die Seestadt lockte.
Selbstverständlich, dass bei solch einer Veranstaltung auf dem Wasser auch die Sicherheitskräfte bis an die Grenzen gefordert sind.
Als örtlich zuständige Gliederung hatte der DLRG Bezirk Bremerhaven den Auftrag, die "Sail" im Verbund mit anderen Sicherheits- und Rettungsorganisationen wasserseitig zu sichern und so den gelungen Verlauf des Ereignisses sicherzustellen.
Neben Unterstützung aus verschiedenen anderen Gliederungen wurden daher durch die Einsatzleitung unter anderem auch zwei Rettungsboote aus dem Bezirk Bremen-Stadt zur Unterstützung angefordert.
Und so legten am Mittwochmorgen (30.08.) die beiden Weser-Streifenboote "Seeadler" und "Triton" von der Bezirksanlage am Hohentorshafen in Richtung Bremerhaven ab.
In der folgenden Zeit von Donnerstag bis Samstag bestand für die Besatzungen der Rettungsboote die Möglichkeit, das Revier des Bezirkes Bremerhaven einmal näher zu erkunden, auch im Hinblick darauf, wo die Boote am Sonntag zur abschließenden Parade eingesetzt werden sollten.
Trotz der hohen Anzahl an Besuchern an allen Tagen, kam es zu keinen nennenswerten Vorfällen am und auf dem Wasser. Erwähnenswert wäre nur das Wetter. So frischte der Wind derart auf, das sogar das Stattfinden der Abschlussparade in Frage gestellt wurde.
Am Paradetag wehte der Wind mit sieben Beaufort, was uns Wellen von bis zu zwei Metern vor der Stromkaje bescherte. Diesem Umstand musste auch durch den Abbruch der Anfahrt von drei weiteren, kleineren Rettungsbooten aus dem Bezirk Bremen-Stadt Rechnung getragen werden, die ebenfalls zur Parade beordert waren und nun unverrichteter Dinge umkehren mussten.
Nach dem Abschluss der Parade, an der unter anderem auch der Bundeskanzler Gerhard Schröder teilnahm, traten die DLRG-Boote "Seeadler" und "Triton" am Sonntag gegen 22:00 Uhr wieder die Rückfahrt nach Bremen an.
Trotz der enormen personellen Anstrengung, die die ehrenamtlichen Bootsbesatzungen auszustehen hatten, bleibt festzuhalten, dass dieser Einsatz vielen Tausend Menschen aus der gesamten Republik vor Augen geführt hat, wie leistungsfähig die Gesellschaft auch im Verbund mit anderen Organisationen ist.
Und das auch außerhalb bekannter Einsatzgebiete.

Tag des Kinderkrankenhauses

Am Sonntag, 10. September, fand auf dem Gelände des Zentralkrankenhauses St.-Jürgen-Straße ein weiterer "Tag des Kinderkrankenhauses" statt. Dieser Tag der offenen Tür in der angegliederten Professor-Hess-Kinderklinik sollte neben der Durchsetzung formulierter politischer Ziele vor allem dazu dienen, Kindern die Angst vor einem eventuellen Krankenhausaufenthalt zu nehmen. Und so kamen auch viele, viele Kinder, überwiegend in Begleitung ihrer Eltern, um sich einmal ein Krankenhaus von innen besehen zu können. Aber auch auf dem weitläufigen Gelände der Klink war durch die Organisationen für Kurzweil gesorgt worden: Viele Vereine, Organisationen und Institutionen hatten hier die Möglichkeit bekommen, kindgerecht über ihre Ziele zu informieren. Während beispielsweise die Bremer Feuerwehr aufzeigte, welche Gefahren das Spielen mit Feuer birgt, konnte die DLRG die Kinder vor allzu spielerischem Umgang mit dem Element Wasser warnen.
Neben einem Informationsstand mit den üblichen Devotionalien kindgerechter Öffentlichkeitsarbeit (Luftballons, Fähnchen usw.), versuchten sich die "Lütten" auch am "heißen Draht", bestaunten das Taucheinsatzfahrzeug (dessen Einsatzhorn glücklicherweise wegen des Krankenhausgeländes nicht Betrieb genommen werden durfte). Unbestrittener Höhepunkt der Darstellung war jedoch die Möglichkeit, für wenige Minuten einmal "Kapitän" eines echten DLRG-Motorrettungsbootes zu werden. Und während der Nachwuchs noch begeistert an der Pinne des Außenbordmotors riss, informierten sich die offenbar nicht seetauglichen Eltern über die Kurs-Angebote der DLRG in Bremen oder ließen sich beraten, was bei einem Notfall in einer Badeanstalt oder an einem Freigewässer zu tun wäre. Viel Interesse fand auch das Angebot der Jugend- und Lehrrettungsstation am Werdersee, wo die Kinder sich quasi von der Pike auf zu Rettungsschwimmern ausbilden lassen können. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, bei der die Rettungsschwimmer einmal mehr zeigen konnten, dass sie in vielen Bereichen für "Freie Zeit in Sicherheit" stehen.