Rettungswache am Sodenmattsee
Stadtteil:Huchting
Telefon:(0421) 58 32 66
DLRG Funkrufname:
Adler Bremen 4 / 8
Stationsleitung:Silke Bischoff
Größe des Sees:ca. 7,5 ha
Max Tiefe:12,5 m
Charakteristik:Baggersee
Besonderheiten:Seit 1997 ist eine Belüftungsanlage, zur Verbesserung der Wasserqualität installiert.

Rettungswache am Sodenmattsee

Die Geschichte des Sodenmattsees beginnt 1962. Die Stadt Bremen hatte eine ca. zehn Hektar große Fläche zur Entnahme von Füllsand der für den Bau der Bundesstraße 75 von Bremen nach Delmenhorst beötigt wurde. Während der Bauarbeiten entschloß man sich, hier eine Badestelle für Huchtinger und Gäste aus dem niedersächsischen Umland zu schaffen.
1964 war es dann soweit. Der See, mit einer Größe von ca. 7,5 ha und einer Tiefe von zum Teil über 12 Metern, wurde zum Baden freigegeben. Die Zahl der Badegäste war damals so hoch, dass ein Rettungsdienst dringend notwendig wurde.
Wohnwagen-RettungswacheDie erste Zeit wurde der Rettungswachdienst von einem Zelt ausgeführt. Einige Zeit später wurde ein Wohnwagen an den Strand gestellt und als "Rettungswache" genutzt. Dieser Wohnwagen wurde erst im Jahr 2000 an einen Sammler verkauft, er hatte vorher noch viele Jahre in den Räumlichkeiten des Bezirks im Bootsdeck gestanden.
Im Juni des Jahres 1966 gab es den ersten Ertrinkungsfall im Sodenmattsee. Am 9. September 1967 wurde von der damaligen "Senatorin für Wohlfahrt und Jugend", Annemarie Mevissen, die feste Rettungswache eingeweiht.
Wir DLRG'ler hatten unter anderem auch die Aufgabe, den "Huchtinger Pfinsgtmarkt"(gibt es nun nicht mehr, weil die Stadtteilfarm diese Fläche einnimmt), das Fackelschwimmen und auch den Laternensternlauf zu sichern.
Als jährlichen Höhepunkt ist sicherlich das Stadtteilfest, welches von der Stadtteilfarm und dem Beirat Huchting ausgerichtet wird, zu nennen. An diesen Tag, am Samstag vor den Sommerferien, ist immer ein großes Treiben am See. Viele Huchtinger Vereine und Organisationen stellen ihre Tätigkeiten vor. Am und im Wasser werden viele Aktionen angeboten.
Bisherige Stationsleiter waren: Hans Peter Müller, Gerd Friedrich, Ulf Steinberg, Horst Günter Feldmann, Hans Werner Schiek sowie Jacqueline Paust.


Kunst an der Garagenwand

Die Garage der DLRG-Rettungsstation am Sodenmattsee erstrahlt seit Kurzem wieder in einem neuen Gewand: In mehr als dreitägiger Arbeit haben die beiden Graffiti-Künstler Stefan und Phillip ein imposantes und zugleich nett anzusehendes Wandbild an der Breitseite der Garage geschaffen.
In den vergangenen Jahren war die Garage immer wieder Ziel von unschönen und teilweise auch geschmacklosen schriftlichen Äußerungen geworden, die jeweils von den Mitarbeitern der Rettungswache mühsam entfernt werden mussten. GrafittigarageIn den Hoch-Zeiten künstlerischer Ausdrucksversuche musste das kleine Gebäude sogar mehrfach komplett neu gestrichen werden. Aus diesem Grunde beschlossen die Verantwortlichen der DLRG, nunmehr Nägel mit Köpfen zu machen und die Garage kreativen jungen Köpfen zur Verfügung zu stellen. Was die beiden 17-jährigen Schüler daraus machten, kann sich wirklich sehen lassen: Rund um die unübersehbare, knallig rote Wortmarke "DLRG" gruppierten sie aus dem Inhalt diverser Lacksprühdosen noch die Seelandschaft des Sodenmattsees mitsamt dem Wachgebäude, dem Rettungsboot und einem Rettungsring. Und wie es sich gehört, hat auch die Tierwelt auf der Wand ihren Platz gefunden: Den Eingangsbereich ziert ein mächtiger Reiher und oberhalb der Rasenfläche paddelt eine Ente gemächlich umher.
Nach Meinung aller daran Beteiligten ein wirklich sinnvolles Projekt, das hoffentlich vor neuerlichen Schmierereien schützt und darüber hinaus noch nachahmenswert ist.
Wenn sich weitere Wachen mit solch einem Kunstwerk schmücken wollen, können sie über die Rettungsstation am Sodenmattsee Kontakt mit den Sprühern aufnehmen.